Millionenstarke Investitionen im deutschen Immobilienmarkt

Die finanzielle Situation Griechenlands erfordert immer weitere Einsparungen bei der Bevölkerung. Aus Angst vor einem schnellen Wertverlust ihres Geldes entscheiden sich viele Griechen nun für eine Anlagemöglichkeit in Deutschland. Vor allem Immobilien in deutschen Großstädten sind dabei für die ausländischen Investoren lukrativ und ansprechend. Der deutsche Immobilienmarkt gilt als stabil und eine Kapitalanlage in Eigentumswohnungen oder Einfamilienhäuser als gewinnbringend. Griechische Interessenten kaufen im großen Stil – und viele zahlen bar.

Immobilienmarkt Deutschland gilt als sicher

Seit Beginn der Eurokrise ist der deutsche Immobilienmarkt so gefragt wie seit Langem nicht mehr. Speziell die politische und wirtschaftliche Rolle Deutschlands im Umgang mit der griechischen Schuldensituation zeigt, dass in der Bundesrepublik die Finanzlage gesichert ist – im Gegensatz zu Griechenland. Zudem kommt der Immobilienwirtschaft als zweitgrößter Wirtschaftszweig in Deutschland eine große Bedeutung in der Volkswirtschaft zu Teil. Eine Immobilienblase wie in den Vereinigten Staaten von Amerika ist laut Sicht von Experten und Immobilienmaklern nicht zu befürchten.

Deutsche Großstädte sind das Ziel

Laut einem Bericht des Magazins FOCUS sind dabei vor allem deutsche Großstädte das Ziel von griechischen Investoren. Speziell in Berlin sei seit dem Beginn der Finanzkrise in Südeuropa eine steigende Nachfrage der Griechen am deutschen Immobilienmarkt zu verzeichnen. Bezeichnend dabei ist die rasche Abwicklung des Immobiliengeschäfts: Viele Anleger zahlen direkt in bar bei Geschäftsabschluss. Neben dem ohnehin wachsenden Interesse an Wohnimmobilien in Großstädten und Ballungsräumen haben die griechischen Investitionen in deutsche Immobilien einen direkten Einfluss auf die Mietpreisentwicklung. Im Vergleich zum Vorjahr werden in urbanen Wohngebieten wie Berlin, Düsseldorf oder Frankfurt ein Preisanstieg bei den Mieten um teilweise mehr als 11 Prozent erwartet.

Mietwohnungen sind besonders lukrativ

Im Vergleich zu internationalen Großstädten bietet Berlin weiterhin ein relativ niedriges Preisniveau, was speziell den Berliner Immobilienmarkt lukrativ macht. Dabei bewegt sich das Segment weg von Luxusimmobilien in Düsseldorf oder großflächigen Mehrfamilienhäusern im Grünen. Speziell Mietwohnungen treffen den Nerv der Zeit und das Interesse der Griechen. Vergleichsweise kleine Wohnungen von 40 bis 60 Quadratmetern bieten dabei eine gute Wertsteigerung. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und einer Trendbewegung von Großfamilien zu Single-Haushalten ist dies eine zu erwartende Wende im Immobilienmarkt. Doch nicht nur die reichen Griechen kaufen deutsche Immobilien, sondern auch viele deutsche Anleger sehen in den Großstädten wie Berlin, München, Hamburg oder Düsseldorf eine gute Kapitalanlage.

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Circa 250.000 Mietwohnungen fehlen in Deutschland

Steigende Mietpreise und gleichzeitig sinkende Zahlen im Wohnungsneubau sorgen für einen Mangel an Wohnraum in Deutschland. Zu dieser Erkenntnis kommt der Deutsche Mieterbund e.V. in seiner Analyse. Insbesondere in Großstädten und Ballungszentren fehlen bezahlbare Mietwohnungen, da die drastisch ansteigenden Mieten, speziell die Neuvertragsmieten, für viele Menschen ein Anmieten von Wohnraum untersagt. Studien belegen, dass mittlerweile durchschnittlich ein Drittel der Konsumausgaben für die Wohnung und deren Betriebskosten aufgenommen werden müssen. Der Deutsche Mieterbund fordert von der Bundesregierung Maßnahmen, die den Mieter vor einem unverhältnismäßig großen Anstieg der Kosten für Wohnimmobilien schützen sollen.

Mietpreiserhöhung – die aktuelle Rechtslage

Präsident des Deutschen Mieterbundes (DMB) Dr. Franz-Georg Rips fordert angesichts 250.000 fehlender Mietwohnungen in Deutschland eine bundesweit greifende Strategie, um steigenden Mieten und Wohnkosten entgegenzuwirken. Im Speziellen träfen die aktuellen Wohnungsmarktprobleme vor allem einkommensschwächere Haushalte, wie zum Beispiel Rentner, Studenten und junge Familien.

Die aktuelle Rechtslage zur Mietpreiserhöhung stellt den Vermieter dabei in die Pflicht:

• Der Vermieter muss die Mieterhöhung schriftlich ankündigen (Fax oder Post) und sich die Zustimmung des Mieters einholen.
• Die letzte Mietpreiserhöhung muss mindestens 15 Monate her sein
• Die Mietpreissteigerung muss in schriftlicher Form begründet sein, in Bezug auf den aktuellen Mietspiegel der jeweiligen Stadt / Region, Modernisierungsmaßnahmen, ein Gutachten eines Sachverständigen oder drei Vergleichswohnungen
• Gemäß § 558 Absatz 3 BGB darf der Mietzins im Rahmen der Mietpreisanpassung an die ortsübliche Vergleichsmiete nur um bis zu 20 Prozent erhöht werden (innerhalb der letzten drei Jahre).

Hält der Vermieter diese Grundlagen ein, ist eine Mieterhöhung rechtens und muss von Mieter umgesetzt werden. Zudem kann der Vermieter die anfallenden Kosten für einen Immobilienmakler auf den Mieter umverteilen. Angesichts der jedoch explosionsartigen Preiserhöhungen von bis zu 10 Prozent im Bereich der Wohnimmobilien sind die erhöhten Mieten für viele Menschen nicht bezahlbar.

Wohnungsneubau stärken

Die Nachfrage nach Wohnraum ist hoch, doch angesichts der geringen Fertigstellungen im Wohnungsneubau kann dieser Bedarf kaum gedeckt werden. Lediglich rund 70.000 Mietwohnungen kommen jährlich hinzu bei gleichzeitigem Wachstum der Haushalte. Schätzungen des Bauministeriums zufolge werden bis zum Jahr 2025 circa 41 Millionen Haushalte eine Wohnung benötigen. Daher müsse der Bau von bezahlbarem Wohnraum nachhaltig und per Gesetz gefördert werde, fordert der Deutsche Mieterbund.

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